Kiefergelenke: Funktion in Balance

Die menschliche Kiefermuskulatur ist ungemein stark. Wenn wir fest zubeißen, wirkt enormer Druck auf die Zähne: Mit über 80 kg/cm2 Beißkraft lässt der Mensch sogar den Wolf hinter sich. Zugleich ist unser Kauorgan sehr sensibel – nur wenn es im Gleichgewicht ist, funktionieren die Kiefer reibungslos.

Passen Ober- und Unterkiefer nicht (mehr) perfekt zusammen, entsteht eine Schieflage. Darunter leidet nicht nur die Zähne: Sogenannte Okklusionsstörungen beeinträchtigen häufig den gesamten Körper. Wir verfügen über die nötige Qualifikation und Erfahrung, um Fehlstellungen der Kiefergelenke erfolgreich zu behandeln.

Fragiles Gleichgewicht

Die Kiefergelenke besitzen eine empfindliche Sensorik. Beim Kieferschluss registrieren sie kleinste Unebenheiten: Schon ein dünnes Haar zwischen den Kauflächen verursacht beim Aufbeißen einen unangenehmen Reiz.

Der Kiefer versucht, die Abweichung auszugleichen und in seine neutrale „Nullstellung“ zurückzukehren. Auch offene Zahnlücken, angeborene oder erworbene Fehlstellungen und schlecht passender Zahnersatz können die natürliche Bisslage verändern.

Okklusionsstörung – „falscher Biss“

Das Problem: Je länger der Störfaktor bestehen bleibt, desto mehr kämpfen die Kaumuskeln gegen den „falschen Biss“ an. Der unnatürlich hohe Druck bewirkt übermäßigen Abrieb an den Zähnen und überfordert besonders die Kiefergelenke.

Sie sind nicht auf die dauerhafte Belastung ausgelegt und geraten aus ihrer zentralen Position. Durch den Verlust der Gelenkzentrik und die zunehmende Muskelspannung weitet sich das Problem auf angrenzende Körperpartien aus.

Diagnose: CMD

Die Kiefermuskulatur ist mit den Gesichts-, Nacken- und Rückenmuskeln sowie mit der Wirbelsäule verbunden. Diese Regionen können bei Kieferfehlstellungen in Mitleidenschaft geraten. Verspannungen und Schmerzen sind typische Symptome. Aber auch Schwindel, Tinnitus und Migräne können auftreten – auf den ersten Blick neurologische Leiden, deren wahre Ursache oft unerkannt bleibt.

Die tatsächliche Diagnose lautet craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD. Unsere Praxis ist auf die Behandlung dieses komplexen Krankheitsbildes spezialisiert: Mit dem Curriculum für Funktionsdiagnostik und -therapie bieten wir Ihnen höchste Kompetenz auf diesem Gebiet.

Zurück zur Harmonie – Entlastung für die Kiefergelenke

Ziel der Behandlung ist es, die Ursachen der Funktionsstörung dauerhaft zu beheben. Dazu fertigen wir nach sorgfältiger Diagnostik individuell angepasste Aufbissschienen an, die die Schieflage ausgleichen. Über längere Zeit getragen, bringen sie den Kiefer wieder zurück in seine natürliche Balance.

Die Disziplin beim Tragen zahlt sich aus: Schon bald entspannt sich die Muskulatur und die Kiefergelenke werden Schritt für Schritt entlastet, bis die Beschwerden ganz verschwinden.

In Kooperation zum Erfolg

Zusätzlich zur Schienentherapie arbeiten wir mit erfahrenen Physiotherapeuten zusammen. Sie wenden spezielle Techniken zur Entspannung der Kaumuskulatur an, welche die akuten Beschwerden wirksam lindern und die Harmonisierung aktiv fördern.

Funktionsanalyse bringt den Körper in BalanceFunktionsanalyse deckt Schieflagen auf
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